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Das Leben auf der Erde wäre ohne die Sonne undenkbar. Das Potential an Sonnenenergie ist unerschöpflich. Die Sonne strahlt 11.000 Mal mehr Energie auf die Erde, als die Menschheit weltweit verbraucht.
Solaranlagen wandeln Sonnenlicht in nutzbare Energie um. Diese Energie läßt sich zur Stromerzeugung (Photovoltaik) oder zur Wärmeerzeugung (Solar Warmwasser) nutzen.
Die Energie, die nötig ist, um Solaranlagen herzustellen, ist bereits nach drei bis fünf Betriebsjahren ausgeglichen. Denn Solaranlagen erzeugen im Betrieb kein CO2.
Warmwassersolaranlagen
Sonnenenergie kann für das Warmwasser für Bad, Dusche, Waschmaschine oder auch für ein Schwimmbad genutzt werden. Damit können Sie Ihren Energieverbrauch für die Warmwasserbreitung je nach Auslegung um 50 bis 80 Prozent senken.
Eine Warmwassersolaranlage besteht aus Solarkollektor, Warmwasserspeicher und Pumpe mit Regeleinheit. Es gibt drei Arten von Solarkollektoren: Flachkollektoren, Vakuumröhrenkollektoren und Schwimmbadkollektoren.
Für die Erwärmung von Schwimmbeckenwasser eignen sich einfache Absorbersysteme aus geschwärzten Kunststoffschläuchen oder -platten, durch die Wasser direkt fließt und sich erwärmt.
- Für höhere Temperaturen (Bad, Dusche, Heizung) verwendet man Flachkollektoren.
- Diese Kollektoren besitzen ein wärmegedämmtes Gehäuse mit einer transparenten Abdeckung um eine Absorbereinheit (z.B. aus Kupfer) herum.
- Die Wirkungsgrade, die mit Flachkollektoren erreicht werden können, liegen bei ca. 50 bis 60 Prozent des Warmwasserbedarfs.
Noch bessere Wirkungsgrade und höhere Temperaturen lassen sich mit Vakuumröhrenkollektoren erzielen. Hier befindet sich die Absorbereinheit in einer Glasröhre mit Vakuum, welches als zusätzliche Wärmeisolationsschicht wirkt. Insbesondere bei der Heizungsunterstützung, wo hohe Temperaturen benötigt werden, werden Vakuumröhrenkollektoren eingesetzt.
Für den Bau von Warmwassersolaranlagen werden von Bund, Ländern, Gemeinden und örtlichen Energieversorgern Fördermittel und/oder zinsgünstige Finanzierungen angeboten.
Photovoltaikanlagen
Solarzellen bestehen aus hochreinem Silizium, welches unter Einstrahlung von Licht Strom abgibt. In Solarzellen wird damit Sonnenlicht direkt in elektrische Energie umgewandelt.
Dabei wird die Solarzelle nicht verbraucht, so dass Photovoltaikanlagen eine Lebensdauer von mindestens 25 bis 30 Jahren besitzen.
Mit vielen, zu einem Solarmodul zusammengeschalteten Solarzellen wird Gleichstrom erzeugt, der mit Hilfe eines Wechselrichters in haushaltsüblichen Wechselstrom umgewandelt wird. Dieser kann zum eigenen Bedarf genutzt werden (Inselanlagen, z.B. Boote, Wochenendhäuser), oder er kann in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden.
Für diese Einspeisung gibt es nach dem Energieeinspeisegesetz festgelegte Vergütungen. Auch für den Bau von Solaranlagen gibt es zinsgünstigere Finanzierungen und Fördermittel durch die KFW-Bank, Länder, Gemeinden und örtliche Energieversorger.
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